Solingen

Nun seien wir mal ehrlich: Gab es auch nicht hier in dieser Stadt früher Leute, die nie aus dem Schatten des Kirchturms, oder aus dem Schatten eines Bachtals getreten sind? Die, beispielsweise, in Widdert geboren sind, in Vockert wohnten, und am Wüstenhof den Lebensabend verbrachten. Und vielleicht ein-, zweimal "draußen" in Solingen waren? Bestimmt gab es die, und jeder mag nach seiner Phantasie die Namen der Ortschaften einsetzen, die zum Verweilen eingeladen haben. Also hätte man auch so manchem Solinger empfehlen können, sich diesen Reiseführer zur Hand zu nehmen und die Großstadt zu entdecken.

 

Die Innenstadt von Solingen war ähnlich heute – und dennoch "ziemlich anders". Vieles hat sich im Detail beim Wiederaufbau nach der Zerbombung geändert.

 

 

In Ohligs haben sich vor allem die Schwerpunkt der Verkehrsführung verschoben, ansonsten ist aber noch vieles wiederzuerkennen.

 

Auch dem heutigen Walder werden einige Straßen "komisch" vorkommen; Namen, die man nur noch aus dem Geschichtsunterricht kennt - oder auch nicht mehr. Das Dritte Reich forderte eben auch rein repräsentativ seinen Tribut. Übrigens wissen selbst ortsbewusste Walder heute nicht mehr, dass die heutige Ernst-Moritz-Franzen-Straße schlicht noch Dültgenstaler Straße hieß, wie der heute noch verbliebene übrige Teil .... :-)

 

 

Die Attraktionen der Stadt:

Der riesige Bahnhof, in dem täglich ein dutzend Personenzüge Station machten.

Die "neue ev. Kirche", Lutherkirche am Dickenbusch mit ihrem mächtigen Turm, der das gesamte Kirchenschiff überwölbt - und damit in der Tat eine architektonische Besonderheit der Neogotik ist.

Die Dorperkirche, an einem der höchsten Punkte der Stadt weithin sichtbares zeichen - aber nie ein wirklichen Wahrzeichen geworden. Warum eigentlich nicht?

Der Hippergrund, der auf dieser ockerfarbenen Zeichnung fast einen Hauch von Toscana hat.

Der Neumarkt als quirliger Verkehrsknoten, und man sieht, dass einst Häuser standen, wo heute die Kölner Straße großzügig den Graf-Wilhelm-Platz bildet.

Und ein Panorama, das sich kaum verändert hat und noch heute so im Grünen eingebettet fotografiert werden kann.

 

 

Schloss Burg, das Kleinod des Bergischen

 

 

Denkmäler, von einem treuen Hund und einem Heimatdichter kündend.

 

 

Die Ohligser Heide, die es als Heide leider nicht mehr gibt.

 

 

Und die Talsperre, die noch immer unberührt inmitten der Natur liegt.