Wetter & Klima

Man kommt nicht drumherum: in Solingen muss man über das Wetter reden. Denn: es regnet immer. 1959 war die letzte Trockenheit, seitdem ist es nass. Das liegt ganz einfach daran, dass Solingen ein universeller WestNordSüdOst-Ort ist. Egal, in welchem Teil Deutschlands Regen angesagt ist: hier fällt er. Übrigens nur selten als Schnee. Daher das Solinger Sprichwort: "Re'ent et nit, is dr Karl dud" - will sagen, "jet is immer".

 


 



Lassen Sie sich auch das Biowetter anzeigen und Sie wissen, warum es Ihnen heute so plümerant ist ...

WebCam auf dem Klinikum Solingen mit Blick auf die City: Markant der Schornstein der Müllverbrennungsanlage (ja, steht im Mittelpunkt Solingens; ja, sagen Sie jetzt nichts ...)



 

 

 

November 2005: es schneit ...



 

Wetterwebcam in Remscheid

Rundfunkwetter Solingen

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Wetterklima

Warnung an alle Wettersüchtigen: Wenn sie diese Domain aufrufen, werden Sie für mindestens 3 Stunden nur noch Wetter surfen ...
Meiner Meinung nach die beste und vollständigste Seite über alles, was mit aktuellen Wetterdaten zu tun hat.

Wetter in Solingen ? Wetternet

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The WeatherPixie

Düsseldorf Flughafenwetter


 

The rainy city Solingen

foto by Kerstin Ehmke-Putsch

 

   

Scheiß-Wetter in Solingen aber auch ....

700+   Winter / Sommer Anfang des 8. Jahrhunderts gibt es oft extrem strenge Winter; dagegen aber auch sommers oft große und ausgedehnte Dürre
763   Winter Extremwinter in Europa, schon im Oktober friert es
800   Sommer Helgoland wird vom Meer zerstört; auf dem Festland Reif im Hochsommer
829   5. April Unwetter und Erdbeben in Aachen
860   Frühjahr Sturmflut in Holland, der Rhein ändert seinen Lauf (Lek)
886   Frühjahr Katastrophale Rheinüberschwemmung
936   Sommer Die Sonne verdunkelt sich für einige Tage; ähnliche Phänomene auch Jahre später (Vulkanausbruch)
1000   Sommer Um diese Zeit viele extrem heiße, trockene Sommer
1066   Herbst Extremsturmflut an der Nordsee
1076   Winter extrem streng (Gang nach Canossa)
1099   Herbst Wieder Sturmflut, mehr als 100.000 Menschen sterben
1117   Sommer Ein Unwetterjahr
1130   Sommer Der Rhein ist ausgetrocknet
1187   Sommer Viele deutsche Städte brennen durch anhaltende Hitze nieder
1164   Frühjahr Wieder mehr als 1000.000 Tote durch Überschwemmungen der Nordsee
1174   Sommer Kalter Regen, das Getreide verdirgt, Hungersnot; dazu noch Überschwemmungen
1186   Frühjahr Milde wie noch nie: im Februar blühen überall in Europa die Bäume
1218   Herbst Sturmfluten, der Jadebusen wird geschaffen, wieder 100.000+ Tote
1260   Frühjahr Wieder mehrere Rheinüberschwemmungen
1281   Sommer Am 16. Juli extremer Schneefall in der Schweiz
1290   Sommer Mehrere 10.000 Menschen werden in Europa durch Hagel erschlagen
1304   Sommer Rhein ist so wasserarm wie bis Mitte 19. Jhdt nicht mehr
1342   Sommer Hochwasser in ganz Deutschland: In Mainz steht der Dom unter Wasser, in Köln fährt man mit Kähnen über die Stadtmauer; größtes Hochwasser jemals
1362   Herbst "grote Manndranke", Sturmfluten der Nordsee formen die heute noch existierenden nordfriesischen Inseln; extrem viele Tote
1382   Alljahr Fast das ganze Jahr Windstille über Deutschland
1395   Frühjahr Im Rheinland erst Erdbeben, dann Sturm und Hagel
1404   Frühjahr Der Rhein ist anderthalb Monate lang überschwemmt
1427   Sommer Hagelgewitter über Würzburg; kein einziges Glasfenster der Stadt bleibt heil; viele Tote
1460   Winter Die Ostsee ist vollständig zugefroren
1473   Sommer extremes Dürrejahr; Windhose an der Ostsee: Fische werden auf Land geschleudert
1476   Winter Dauerfrost; erst Anfang April die erste frostfreie Nacht
1480   Frühjahr Rheinüberschwemmung: der Breisgau verändert sein Landschaftsbild
1482   Winter Sturm über dem Rheinland, der Kölner Weihbischof kentert mit einem Boot und ertrinkt
1497   Winter Überschwemmungen an Ruhr und Lippe; in Lünen werden in der Kirche Fische gefangen
1505   Sommer Ein furchterregendes Gewitter veranlasst einen Martin Luther zum Gelübde, Mönch zu werden
1512   Frühjahr Mitte Mai herrscht im Rheinland Frost
1547   Sommer während des ganzen Sommers ist die Sonne fahl und fleckig; mittags sind Sterne zu sehen
1570   Winter Praktisch ganz Holland unter Wasser (Sturmflut); evtl. bis zu 400.000 Tote
1588   Sommer Bei den Orknay-Inseln wird die spanische Amada zerteilt - England gewinnt die Seeschlacht
1607   Winter Der strengste bis dahin erinnerliche und gekannte Winter auf der gesamten Nordhalbkugel, sowohl in Europa wie in Nordamerika; selbst Wein gefriert in den Fässern
1613   Sommer 11 Stunden ununterbrochener Wolkenbruch in Thürigen; Überschwemmung
1651   Herbst Ganz Westdeutschland und Holland Überschwemmungen, ganz sicher auch an der Wupper
1711   Gewitter Der Blitz schlägt in die ref. Pfarrkirche ein, während des Gottesdienstes; viele Verletzte, 3 Tote
1739   Winter Der längst bis dato gekannte Winter in Europa, September bis Mai; Hungersnot; Lebensmittel-Teuerung
1750   Eiszeit Höhepunkt der "Kleinen Eiszeit" (1500 bis 1850)
1756   Winter / Eis 3 Monate kann in den Kotten nicht gearbeitet werden
1779   Winter / Sommer Milder Winter, milder Sommer
1784   Winter/Eis Not am Rhein, er ist zugefroren
1785   Gewitter Wieder tirfft ein Blitz die ref. Kirche, Turm zerstört
1789   Winter Extrem kalter Winter
1798   Winter Durchgängig von 19. Dez. bis 16. Febr. 1799 Extremwinter
1811 . Sommer Dürre, die Brunnen versiegen, Wasserverbrauch wird bestraft; wehe, es würde brennen!
1816 . Sommer Völlig verregnet, Missernte, Hungersnot
1822   Sommer Extrem heiß und trocken
1832   Orkan Wirbelsturm mit Geschädigten in fast allen Hofschaften, Turm der ev.. Pfarrkirche zerstört
1833   Winter Durch Wassermangel liegen die Kotten still
1836   Orkan Erneut wird der (im Wiederaufbau halbfertige) Turm der kath. Pfarrkirche zerstört
1837   Winter Extrem, noch im April schuhhoher Schnee
1852   Gewitter Turm der kath. Gräfrather Kirche brennt ab
1855   Winter Große Überschwemmungen; drückende Not, Geldsammlungen für Betroffene
1856   Orkan in Wald
1857   Trockenheit geringe Wassermengen in Bächen und Wupper; wirtschaftlich großer Schaden; auch im Folgejahr 1858 keine Besserung
1865   Orkan Der Turm der Kohlsberger Kirche wird aufs Kirchendach geschleudert
1890   Hochwasser Wupper im gesamten Stadtgebiet; In Wuppertal wird ein Pegel von 4,10 m gemessen, 3 Tote in Elberfeld / Barmen; schwere Schäden in Unterburg
1900   Gewitter Schwere Schäden im Bereich Schlagbaum, Foche, Wald
1973   Regen/
Hochwasser
im Dültgenstal Überschwemmungen in Fabrik
1903   Orkan schwere Schäden
1906   Orkan Schäden in der Südstadt, Scharfhausen, Dorperhof, Müngsten, Balkhausen, Bahnhof Schaberg zerstört; ein Toter und viele Verletzte; rund 50 Häuser beschädigt bzw. zerstört, viel Bäume entwurzelt,
1907   Frühjahr Unwetter (Tornado?) in Stöcken beschädigt bzw. zerstört, viel Bäume entwurzelt,
1916   Winter Sehr strenger "Kriegswinter" auf 1917
1925   Frühjahr bedrohliches Wupperhochwasser im Unterlauf
1928   Hochwasser im gesamten Wupperverlauf
1938   Hochwasser im gesamten Wupperverlauf und an Bächen, Kotten müssen den Betrieb einstellen
1946   Winter sehr streng auf 1947
1956   Hochwasser Wupper im Unterlauf
1957   Hochwasser Der Eschbach überflutet Burg, am Unterlauf der Wupper herrscht Katastrophenstimmung, die Talsperre schwappt über
1959   Sommer Extreme Trockenheit, Wasser wird rationiert, die Sengbachtalsperre ist fast leer
1964   Trockenheit Das Wupperbett ist ausgetrocknet
1970   Hochwasser Unterburg ist total überflutet
1989   Orkan Die Feuerwehr im Dauereinsatz
1995   Hochwasser Beträchtliche Schäden entlang der gesamten Wupper
1998   Hochwasser Wieder einmal steht der Wipper Kotten unter Waser
2002   Orkan Fast zwölf Stunden tobte das Orkantief "Jeanett" über NRW, in Solingen wird das Brückenfest abgesagt
2002   Regen 24 Liter/qm in 24 h, örtlich bis zu 50 l; Hochwasser an der Wupper
2003   Sommer Wochenlange Hitzewellen mit Temperaturrekorden (über 40°) und Ozon-Höchstwerten; der Rhein hat im Abstand von nur 3 Monaten Jahr starkes Hoch- wie extremes Niedrigwasser; Schifffahrt kaum noch möglich
2004   Frühjahr/ Sommer Es regnet viel. Und wieder regen sich alle auf. Dann ein paar Tage Hitze. Und alle stöhnen.
2005   Winter/ Frühjahr Lange Zeit Schnee, der liegen bleibt; extrem lange Wochen mit Kältegraden bis in den März
    Sommer Der Herbst kommt früh. Schon im August totale Herbststimmung - gleichzeitig herrscht "Aprilwetter". Das Fernsehen meldet am 9. August (=Sommermonat) morgens für den Schwarzwald Bodenfrost ...
2005   Winter Noch vor dem Winterbeginn, zum 1. Advent (Ende November) 40 cm Neuschnee "an einem Stück"
2006   Winter Am Jahresanfang lange und viel Schnee, "richtiger" Winter
    Sommer Rekordhitze im Juli ! "Es ist nicht zum Aushalten", tropische Temperaturen, teils um 35 Grad
 2007    Winter 2006/07: ein Winter, der kein Winter war; kaum Schnee, alle Schädlinge überleben
     Frühjahr Dürreperiode; trockenster April seit 1901, längste Trockenperiode (Ende März bis Anfang Mai) ohne einen Tropfen Regen seit Beginn der Wetteraufzeichnung;
anschließend jedoch wieder Regen, Regen, Regen; summarisch: Durchschnitt ausgeglichen
Totterblotschen 10
..
Kommen jetzt tropische Temperaturen? Auguren prophezeihen es. Hochsommer gab es 2007 bereits im April.

.

 

 

 

 

 

 

 

Können Sie sich das bitte mal erklären?

Man glaubt ja, heute sei das Wetter schlechter als früher (siehe Text unten). Wie aber kommen dann diese Phänomene zu Stande? Das Wetter in Europa war, ist und wird auch in Zukunft extrem wechselhaft sein. Natur- und Wetterkatastrophen sind eher der Normalfall als "ruhiges Wetter".

 

Die jeweils einzelne Phänomene wie Blitzschlag, Überschwemmung, Orkan usw. traten natürlich wesentlich öfter auf als hier reportiert; von den überregionalen Wetterereignissen wurden nur einige sehr wenige ausgewählt, man könnte noch von tausenden berichten; für Solingen sind nur recherchierte / gefundene Daten gelistet; sicher gab es auch lokal noch viel mehr Extrem-Wettersituationen.

Diese Zeichnung zeigt: in Solingen hatten die Ritter schon immer Schwierigkeiten mit dem Wetter. Wenn sie ihre Schwerter abholten, durften sie in keinem Fall den Regenschirm vergessen, sonst rostete es sofort. Die Rüstung auch. Rostfreie Rüstung war noch nicht erfunden.


courtesy of www.tetti.de

van vüren on van hengen ...

 

September 1957, die Wupper hat Hochwasser, alle zulaufenden Bäche auch. In der Gaststätte Wipperaue stand das Wasser bis über die Tanzfläche im Garten; im Keller des Hauses schwammen Bierfässer und Weinflaschen. 117 mal musste die Feuerwehr ausrücken. Am Felsenkeller drohte ein Bach, das gesamte Haus wegzureißen. Am Unnersberg überflutete ein Brunnen, der im Keller eines Hauses liegt, dasselbe. In Untenpilghausen rutschte ein Damm ab, die mitrutschenden Bäume drückten einen Hausgiebel ein. In der Sengbachtalsperre lief das Wasser über die Mauerkrone, weil der große gemauerte Ablauf es nicht mehr schaffte. Und im "Höhendorf" Witzhelden standen auch etliche Keller unter Wasser.

 

Unterburg ist überflutet. Dieser Hochstand hielt etliche Stunden an. Die Straßenbahngleise nach Remscheid wurden unterspült, es musste ein Bus-Ersatzverkehr eingerichtet werden.

(1970)

 

Wie gerne lügen Sie denn -

Der Satz "Früher war das Wetter besser" ist einer der am häufigsten gebrauchtesten - und einer der dümmsten zugleich. Er ist zumindest einer, der seinen Sprecher als völlig ahnungslos entlarvt. Erstens: Was meint man mit früher? Die kurze Spanne eines eigenen Lebens oder die meteorologisch, erdgeschichtlich relevanten Zeiträume von 1.000, 10.000, millionen, hundertmillionen Jahre? Zweitens: welches Wetter wo? Schließlich besteht die Welt nicht nur aus dem Ort, an dem man sich gerade aufhält. Drittens: Was ist "besser", also gut oder schlecht? Sind Temperaturen gut, ist Regen schlecht, gibt es bösen Nebel und guten Schneefall (allenfalls aus Sicht der Autofahrer und Sesselliftbetreiber)?

 

oder lassen sich täuschen?

Völlig anders sieht es mit zwei Phänomenen, die man strikt von den Wetterdaten trennen muss:

1. Es gibt immer mehr Daten und Wissen über das Wetter, die Analysedichte und vor allem die Berichterstattung über Wetterphänomene nimmt rapide zu. Das täuscht "mehr Extremwetter" vor.

2. Die Häufigkeit von extremem Wetter oder die Verschiebung von Klimazonen und Durchschnittswerten sind ein ernstes Problem.

 Doch der Blick in die Weltgeschichte zeigt: bei aller Dramatik der Veränderungen, die der Mensch selbst in seiner Raffgier und Unvernunft vornimmt, die Umweltverschmutzung erklärt nicht das Wetter an sich, sondern "nur" die (möglicherweise dramatische) Veränderung des Wetters.

Damit sie nicht dazu gehören, hier einige Links, auf denen Sie sich mit Wissen um Wetterextreme versorgen können. Denken Sie daran: Jedem Extremwert gehen hunderttausende, meist Millionen ähnlicher Werte voraus.

(Alle Links führen auf fremde Domains, für deren Inhalt und Copyright die jeweiligen Domainbetreiber verantwortlich sind. Eine Haftung für den dort gezeigten Inhalt kann www.solingen-internet.de nicht übernehmen)

Wetterrekorde I
Wetterrekorde II
Wetterrekorde III
Wetterrekorde IV
Wetterdaten I
Wetteranalyse I
Wetteranalyse II
 

 

 

Typisch Solinger Wetter: Blick vom Friedhof Cronenberger Straße Richtung St.-Clemens-Kirche. Un-Wetter war schon immer das Wetter von Solingen:

Sturmschaden am Dorper Hof 14. August 1906.

(zeitgen. Fotografie)

 

Vielleicht ist der viele Regen ja schuld, dass Solingen allmählich von Urwald überwuchert wird ...?? !!!
Keine Sorge, nur eine etwas ungewöhnliche Kameraperspektive, um die Lutherkirche zu fotografieren. Von der unteren Einfahrt des Grünewald-Zentrums aus, quer über den Part hinter dem heutigen Innovationszentrums, ehemals Abr. Herder Sohn.

 

Normalwetter - am hellichten Tage auf der Brücke über die Stadtautobahn (Viehbachtalstraße).

 

Wolkenphänomen am 4.7.2005, von der Frankenstraße aus Richtung Central gesehen.

 

Selbstredend: Das Wetter ist immer wechselhaft ... !

 

Screenshots aus www.wetteronline.de